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Wie kann Augmented Reality im Marketing eingesetzt werden?
Sven Wosny, Geschäftsführer von Lineas und der Marketing Club erörtern die Potentiale von AR
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Es gibt nichts Älteres als die Zeitung von heute, heißt es oftmals. Was heute im Briefkasten steckt und gestern geschrieben wurde kann Morgen schon wieder eine ganz andere Wendung nehmen. Was auf Blogs ganz einfach mit einem „Edit“ Zusatz mit neuen Informationen aufgefüllt werden kann, ging bei der Zeitung nicht – sie war gedruckt und damit basta. Doch es gibt gute Aussichten für den Print. Gebraucht werden: Ein Smartphone, auf das eine App geladen wurde und eine augmentierte Anzeige oder einen Artikel.

Wie funktioniert Augmented Reality?
Scannt man nun den Artikel mit der Kamera des Smartphones ab, erscheinen neue Inhalte auf dem Screen, die mittels der App hinterlegt worden sind. Diese Texte, Fotos oder Videos können ganz nach belieben aktualisiert werden. Auf dem Weg ist nicht nur eine aktuelle Berichterstattung möglich, sondern auch ein visueller Mehrwert, eine Erweiterung des Gedruckten um bewegte Bilder. Die Apps können innerhalb eines halben Tages mit neuen Infos aufgestockt werden. Die Entwicklung einer solchen App dauert laut Sven Wosny „etwas länger“.

Sieht nicht nur cool aus, bringt auch was:
Schnell springen auch schon die Vorteile ins Auge: Aktualität, Emotionalisierung, einfacher Informationszugang. Was für den Printbereich funktioniert kann ebenso in der Bildung wie etwa in Schulbüchern für einen wahren Wow-Effekt sorgen. Vorteile für Verbraucher von Augmented Reality können persönliche Informationen und Interaktivität sein. So bietet die IKEA-App nicht nur einen Katalog fürs Smartphone an, sondern man kann gleich sein Wohnzimmer scannen und ein neues Sofa hinein virtualisieren. Und: Zack hat sich das Marketingbudget doch richtig gelohnt. – Zielgerichtet und effektiv können Unternehmen auf die Kundenbedürfnisse eingehen.

Fazit
Stück für Stück verschmelzen die digitale und die reale Welt miteinander und schaffen so Potentiale für die Zukunft – auch des Marketings. Augmented Reality ist keine bloße Spielerei für Nerds, keine Ablösung des Internets und auch keine Erweiterung der Realität. Augmented Reality ist die Erweiterung der Realitätswahrnehmung.


Text: Marni Alves.


Neue Wege im Marketing: Psychoanalyse
Alternative Ansätze im Medienmarketing  oder: Was hätte Freud dazu gesagt?
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Die erste These des Abends lautet: Modernes Marketing sollte sich Erkenntnisse der Psychoanalyse und bekannte Theorien aus den Schriften von Freud und Fromm zu nutze machen. Warum? Den Grund erläutert die zweite These: Klassische Zielgruppen wird es schon bald nicht mehr geben. Was sich im ersten Moment vielleicht verstaubt oder weithergeholt anhört, passe sehr gut zusammen.

„Und wenn Sie heute Abend hier raus gehen und denken, dass wir vollkommen falsch liegen – dann haben wir unser Ziel erreicht,“ so leitet Prof. Dr. Harald Rau, den Vortrag ein. Er hat die Mitarbeiter und Studierenden des Studiengebietes Medienmanagement der Ostfalia Hochschule während der Studienarbeiten betreut und Impulse gesetzt. „Unsere Studenten arbeiten hier auf höchstem Niveau und wir konzentrieren uns hier sehr auf das Forschen an neuen Themen. Denn nur mit guter Forschungsarbeit können wir eine optimale Lehre gestalten.“ Dabei steht im Mittelpunkt, den eigenen Geist zu bemühen und selber an der Gestaltung von Zukunft teil zu haben – nicht nur für die Studierenden, sondern auch für die Besucher des Marketing-Clubs.

Technisch ist die Ostfalia dabei auf einem modernen Stand, ein Niedrigenergiehaus, das bestens ausgestattet ist. So werden die Besucher des Abends selbst mit einbezogen und können über einzelne Fragen mit abstimmen. Die Ergebnisse werden dank Technik binnen Sekunden sofort in einer anschaulichen Balkendarstellung in den Vortrag integriert.
Nach einer Einleitung zur Hochschule und dem Projekt über alternative Ansätze gibt es für alle einen Crashkurs in die Grundbegriffe der psychoanalytischen Marketingtheorie, von der Kulturindustrie bis zur Sublimierung – also die gleichzeitige Versorgung und Befreiung des Sexualtriebs durch gesellschaftlich akzeptierte Ersatzbefriedigungen wie Kunst, Kommunikation oder eben Marketing. Ja, das Marketing macht sich verdrängte und tabuisierte Bedürfnisse immer wieder zu nutze – bewusst und auch unbewusst. Verdrängte Wünsche des Einzelnen werden zum Lustgewinn auf die Außenwelt projiziert. Diese jedoch wieder durch Deutung gewisser Symboliken ins Bewusstsein zu rücken sei nicht besonders leicht, da unser aller Verdrängung dafür einfach zu gut funktioniert.

Mit der Hilfe von drei verschiedenen Werbespots von „Bild der Frau“ über „Telekom & Spotify“ bis hin zu „Vodafone“ zeigen die studentischen Teams, wie sehr Symboliken eingesetzt werden, die in den Spots durch Effekte, Gesten oder auch die Kleidung der Personen ausgedrückt werden. Dabei kommen die einzelnen Szenen der Spots so positiv rüber, dass man als Beobachter fast das Auge für den eigentlichen Inhalt verliert. Analysiert und auf die kleineren Elemente und tieferen Ebenen heruntergebrochen schaffen es die Studenten nicht nur erfolgreich den Blick der Zuhörer zu öffnen, sondern auch die 400 Seiten Forschungsarbeit, die dem Projekt zugrunde liegen lebendig und leidenschaftlich rüber zu bringen. Frei nach dem Motto: „Marketing benutzt Sex – es darf nur niemand merken!“




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