screen_01.gif
 
screen_08.jpg
 
screen_07.jpg
Start|Club-Leben|Club-Archiv|Wir über uns|Login|Kontakt|Übersicht|
screen_09.jpg
screen_11.jpg
Marketing vor Ort:
Der Weg des Hofbrauhaus Wolters – Wachstum in rückläufigen Märkten
mc_wolters-1511.jpg
„In unerschütterlicher Treue – sie fürchten sich vor nichts.“ Der hier frei übersetzte lateinische Sinnspruch, der auf den Woltersbierflaschen zu finden ist, sagt mit einem Satz so ziemlich alles, was zur Erfolgsgeschichte der Brauerei Wolters geführt hat.

Es steckt eine Geschichte mit vielen Aufs und Abs hinter dem, was heute das Hofbrauhaus Wolters ausmacht. Um diese Story zu hören, sind 80 Mitglieder des Braunschweiger Marketing Clubs der Einladung in die Wolfenbütteler Straße zum „Marketing vor Ort“ gefolgt.
Peter Lehna, Geschäftsführender Gesellschaft der Hofbrauhaus Wolters GmbH Braunschweig empfängt seine Gäste mit ehrlichen Worten: „Das Marketing hilft einem, um einfach Dinge besonders kompliziert auszudrücken.“ Um Kompliziertes auszudrücken, werde ja bekanntermaßen sehr oft eine Power-Point-Präsentation genutzt, doch auch diese falle heute Abend weg.

Klare Worte und eine Leidenschaft, die Herr Lehna an den Tag legt, helfen, die 80 Zuschauer zu fesseln und die Geschichte des Hauses aufzusaugen. Doch nicht nur das: „Trinken, das dürfen Sie ruhig, also bestellen Sie fleißig. Denn das Trinken macht keinen Lärm.“ So wandern einige Gläser und Flaschen von Wolters Bier, Wolters Radler und passend zur Jahreszeit dem Herbst Wolters durch den Raum und werden an zünftigen Bierzeltgarnituren serviert. Wie bei jedem Marketing vor Ort richtet der Gastgeber die Veranstaltung aus und so werden am Buffet bereits die Braten gewendet.

Zu den Fakten der Hofbrauhaus Wolters GmbH Braunschweig kommen an diesem Abend von der Gründung in der Güldenstraße in Braunschweig im Jahr 1624 über den Umzug in die Wolfenbütteler Straße 1850 – die auch aktuell Standort ist – bis zum heutigen Tag einige Stationen auf den Tisch. Auch der Verkauf nach Hannover oder an die Gildegruppe bis hin zur Schließung 2005 sind einige Momente dabei, die die Gäste still werden lassen. 

Ab dem Jahr 2008 jedoch ging es gleichzeitig mit dem Export von Wolters bergauf. Es wurde ein Konzept erstellt und der Stadt Braunschweig vorgelegt. Ziele wurden gesteckt – und erreicht. So kann man nicht nur in Osteuropa und Russland, sondern sogar in Südamerika oder China Bier aus Braunschweiger Produktion trinken. Auch heute verkauft Wolters ein Drittel seiner Bierproduktion unter eigener Marke und eigenem Marketing. Zwei Drittel der Produktion sind Biere, die nach Holland oder zu deutschen Supermarktketten geliefert werden – als deren Eigenmarken. Braurezeptur und Marketing liegen in der Hand der Ketten, es wird jedoch im Hofbrauhaus Wolters produziert.

Mit diesem Konzept hat Wolters seine Produktion verdreifacht, auch wenn der Bier-pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland stark rückläufig ist. Man setzt auf nachhaltigen Anbau, das Wasser zum Brauen stammt aus der Okertalsperre und würden Hopfen und Malz im Braunschweiger Land wachsen, würde man auch hierbei auf regionale Ernten setzen. Doch der größte Vorteil ist laut Peter Lehna: “Unsere treue Zielgruppe. Noch nie habe ich eine so große Markentreue erlebt.“

Das Hofbrauhaus Wolters hat sich in den vergangenen acht Jahren sehr gut entwickelt. Zurzeit arbeiten 150 Mitarbeiter in dem Unternehmen, das sich als einziges der ehemals 570 Brauhäuser der Stadt Braunschweig bis heute durchsetzen konnte. Es ist somit das älteste Industrieunternehmen Braunschweigs und einer der größten Sportsponsoren der Region mit einem Budget von über einer Million Euro jährlich. Auch Finanzdienstleistungen, Versicherungen und Fahrzeuge werden aus der Region genutzt.

Technisch rüstet man stets weiter auf, so wurde die komplette Sudhaustechnik erneuert, die Flaschenabfüllung wird derzeit ersetzt und die gerade neu eingesetzte Flaschenwaschanlage spart 30 % Energie. All diese Investitionen haben nicht einen Arbeitsplatz gekostet – im Gegenteil.

Es wurden 60 neue Arbeitsplätze geschaffen, unter denen kein einziger Leiharbeiter zu finden ist, sondern Menschen aus der Region mit festen Aussichten. Ein Unternehmen, dass sich so positiv entwickelt hat, kann auf seine treuen Kunden und fundierte Pläne setzen, aber eigentlich sind es Menschen wie Peter Lehna, die die Leidenschaft mit in ein Unternehmen bringen und es aus eigenem Antrieb mit aufbauen – Lösungen finden und eine Zukunft für sich und andere schaffen. Die kann man dann auch ohne Power-Point-Präsentation darstellen – dafür mit Herzblut.

Text: Marni Alves.
Sommerfest 2014
Zum diesjährigen Sommerfest lud der Vorstand ein ins Restaurant Leonhard, direkt an der Oker gelegen, zu einem gemütlichen Abend mit Menü und musikalischer Unterhaltung mit der Braunschweiger Newcomerband „You Silence I Bird“, die uns bereits beim Marketing-Löwen 2012 mit ihrer sympathischen und ruhigen Musik erfreuten.
Text: Karin Härtel
„Wir haben eine eigene Welt erschaffen.“
Das touristische Konzept des paläon GmbH Forschungs- und Erlebniszentrums Schöninger Speere
DC10919.jpg
Schon von Weitem ist das paläon gut zu sehen: Hier ist etwas Besonderes! Auf weiter Flur ragt ein moderner, architektonisch ausgeklügelter Bau scheinbar aus dem Nichts hervor. Sinnbildlich lässt sich diese optische Wahrnehmung auf den Überraschungsfund der Speere und viele weitere Entdeckungen in diesem Areal übertragen. – Sie kamen ebenfalls scheinbar aus dem Nichts.

Vor zwanzig Jahren wurde der erste Speer in Schöningen entdeckt
Obwohl das paläon erst seit einem Jahr und einem Monat eröffnet ist, hat es selbst auch schon eine eigene kleine Geschichte nachzuweisen. Denn so richtig los ging es mit der Entdeckung der Speere im Jahr 1994. Im Tagebau sollte hier Braunkohle abgetragen werden, wobei zufällig auf die Speere gestoßen wurde. Innerhalb von 24 Stunden wurde entschieden: Dieser Fund geht vor!

Bei den Ausgrabungen fanden die Forscher heraus, dass an der Stelle des Tagebaus ein See gelegen hat, an dessen Ufer der Homo Heidelbergensis mit Speeren Jagd auf Wildpferde machte und diese auch gleich an Ort und Stelle zerlegte, was anhand der Knochenspuren nachgewiesen werden konnte. Doch wie ging es weiter?

Im Jahr 2000 wurde ein Förderverein gegründet und 2006 eine Machbarkeitsstudie für ein Forschungs- und Erlebniszentrum beauftragt. Als dann 2009 das Konjunkturpaket II kam, wurde dank der bereits vorliegenden Studie für den Bau des Zentrums gestimmt und 2011 gab es den ersten Spatenstich zum Bau.

Im Juni 2013 wurde das Zentrum offiziell eröffnet. Dabei gab es marketingtechnisch einen kleinen Supergau: Ein Video, das die realistische Zerlegung von Pferdefleisch nach dem historischen Vorbild zeigte, wurde schnell zum kritischen Gesprächsthema – doch mitreden konnte nur, wer es gesehen hatte.

Das paläon - Die touristische Entwicklung eines Forschungs- und Erlebniszentrums
„In ein normales Museum geht man durchschnittlich genau drei Mal. Das erste Mal mit der Schule, das zweite Mal mit den eigenen Kindern und beim dritten Mal mit den Enkeln,“ erklärt Thomas Neubert, der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Vertrieb und Veranstaltungen des paläon GmbH Forschungs- und Erlebniszentrums Schöninger Speere einleitend vor dem Marketingclub Braunschweig. Dies sollte hier anders werden.

Die Speere wurden an drei Fundplätzen rund um den Schöninger Tagebau gefunden und bilden heute das Herzstück einer eigenen paläon Welt, die von den Verantwortlichen des Forschungs- und Erlebniszentrums erschaffen wurde. Dr. Florian Westphal ist einer von ihnen. Der Archäologe ist der Leiter des paläons und ist während seines lebendigen Vortrags vor den Mitgliedern des Marketingclubs zeitgleich stolz und selbst fasziniert von den Entdeckungen, die hier zugänglich gemacht werden.

Da werden E-Bikes bereitgestellt, mit denen Besucher das Areal auf eigene Faust und extra angelegten Wegen erkunden und die Ausgrabungsstellen besuchen können. Auf einer Gesamtfläche von 24 Hektar kann die charakteristische Landschaft des Paläolithikums mit seinen wiesenartigen Steppen und Wald ausgekundschaftet werden – inklusive einer grasenden Herde von Wildpferden.

Im Haus selbst gibt es verschiedene Bereiche mit Dauer- und Sonderausstellungen – derzeit in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Wolfsburg. Kooperationen wie diese oder auch mit dem National Geographic sind es, die weitere Kreise ziehen sollen. Ins Bewusstsein wird das paläon derzeit auch in Berlin und bald auch Hannover gerückt – dank großer Plakatkampagnen. Das paläon ist deutschlandweit eins von vier archäologischen Zentren, die alle Mitglied bei der Ice Age Europe sind, einem europäischen Netzwerk für den Austausch unter Museum.

Thomas Neubert, der immer wieder neue Ideen und Ansätze für Veranstaltungen und Ausstellungskonzepte hat wie Konzerte der Richtungen Pop, Klassik oder Jazz, das Besucherlabor, in dem man per Quiz das Forscherdiplom ablegen kann – hatte wieder eine gute Idee: In der Kochschule im August kann man sogar selbst ein Paläo-5-Gang-Menü kochen – unter fachlicher Leitung von Daniel Schwerdtfeger, der als Küchenchef des paläon das Restaurant flintstone leitet. Mehr Informationen dazu gibt es hier: http://www.palaeon.de/84+M53cc510910a.html

Man darf also noch viel erwarten, von dem paläon in Schöningen. Oder wie Thomas Neubert es ausdrückt: „Wir haben eine eigene paläon Welt erschaffen. Und es gibt immer noch viel zu tun und viel zu erzählen.“ Neuen Gesprächsstoff bieten sicher auch die aktuellen Funde von Zähnen und Schädelteilen zweier Säbelzahnkatzen – auch als Säbelzahntiger bekannt. Wir warten gespannt auf News aus Schöningen.


Zu Gast im Augustinum Braunschweig
Die Möglichkeiten und Freiheiten im 3. Lebensabschnitt
DC8260.jpg
Ein Lebenskonzept, nicht bloß eine Seniorenresidenz sei das Augustinum, berichtet Johannes Weigl, Stiftsdirektor des weltoffenen und lebendigen Hauses, das direkt an der Oker liegt. Wer das Augustinum für seinen 3. Lebensabschnitt wählt, hat eine ziemlich klare Vorstellung darüber, wie er sein Alter gestalten will. Die Bewohner entscheiden sich für das Augustinum, weil sie wollen, und nicht, weil sie müssen.

Die gemeinnützige Augustinum Gruppe basiert auf 3 Säulen:
1) Leben im Alter,
2) heilpädagogische Einrichtungen für behinderte Menschen und
3) Fachkliniken.

Die Bewohner des Augustinum haben alle Freiheiten bei der Gestaltung ihres Tagesablaufs, man wird nicht reglementiert, kann verreisen, Sport treiben, und wird verköstigt. Das Appartement be-stückt man mit den eigenen Möbeln, die man beim Einzug mitbringt. Als Bewohner wird man ge-tragen von der Lebens- und Leistungsgemeinschaft, man genießt diverse Aktivitäten, Kunst und Kultur, kann sogar seine eigenen Talente einbringen, frei nach dem Motto „alles kann, nichts muss“. Der Empfang ist rund um die Uhr besetzt und es ist  immer ein Ansprechpartner für die Bewohner verfügbar.

Im Fall der Fälle, nämlich der Pflegebedürftigkeit, stehen ausgebildetes Pflegepersonal, eine Notfallbetreuung zur Verfügung. Ein ausgeklügeltes Pflegemanagement sorgt dafür, dass jeder Bewohner erhält, was er braucht und wünscht, sowohl im persönlichen als auch im medizinischen Bereich. Dass dies alles nicht umsonst ist, versteht sich von selbst. Durch einen durchdachten Solidarfonds (PER) verringert sich jedoch die Eigenleistung erheblich, indem man monatlich einen festen Betrag (z. Z. € 84,-) in den Fonds zahlt, um sich wie im Generationenvertrag zu unterstützen und ebenso unterstützt zu werden, wenn man es braucht.

Wie kommt man nun an diese Zielgruppe, die Best-Ager oder auch Silver-Ager, die im Idealfall bereits mit etwa 50 Jahren überlegen und planen, wo und wie sie ihren Lebensabend verbringen wollen? Abgesehen vom Marketingplan samt Anzeigen, Bildern und (inzwischen sehr wenig) Texten kann man wohl sagen, dass die Augustinum Gruppe durch gelebtes Dienstleistungsmarketing nach allen Regeln der Kunst an seine „Kunden“, die zukünftigen Bewohner kommt. Das Konzept, das durch das Leitbild aus folgenden Grundsätzen: Fundament, Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit, Beziehungen, Mitarbeitende, Qualität und Unternehmenskultur getragen und gelebt wird, spricht für sich und kommt in der Zielgruppe nachhaltig gut an.




Text: Karin Limmer

Fotos: Klaus G. Kohn Fotografie.



screen_17.jpg